Vorankündigungen:

Juni: Exkursion zum Konzentrations- und Strafgefangenenlager Esterwegen

  • 11.6. Ökumenisches Friedensgebet, Alte Kirche Nordhorn, 18.00 Uhr
  • 6.8. Ökumenisches Friedensgebet, Alte Kirche Nordhorn, 18.00 Uhr
  • September: Vortrag von Prof. Dr. Philipp Lenhard, Wien. Thema steht noch nicht fest; Ort: Kloster Frenswegen
  • 29. und 30.09.2026 Vorträge des Zeitzeugen Lodewijk van Mourik über seine Lebensgeschichte in den Niederlanden; Adressaten: Schülerinnen und Schüler der drei Oberschulen und der beiden Gymnasien; Ort: Konzert und Theatersaal (KTS) Nordhorn
  • 28.10. Mitgliederversammlung, Ort: Kloster Frenswegen
  • 28.10. Zur Situation der Jüdinnen und Juden in den deutschen Gemeinden – Erfahrungen und Herausforderungen. Referent: Rechtsanwalt Michael Heimann, Reformsynagoge Hamburg; Ort: Kloster Frenswegen
  • 7.11. Konzert „Schalom- Kirche trifft Synagoge“; Ausführende: Prof. Torsten Laux (Bayreuth)/Viola Semjon Kalinowsky (Lübeck/Ukraine); Kooperation mit der St. Augustinus-Gemeinde Nordhorn

Einladung zu einer Exkursion zu der Gedenkstätte Esterwegen

Nach der eindrucksvollen Exkursion in das Sammellager Westerbork bietet das Forum Juden/Christen in diesem Jahr eine Fahrt zur Gedenkstätte Esterwegen an: mit einem Bus am Samstag, 20. Juni 2026, 9 – 17 Uhr.

Die Gedenkstätte Esterwegen ist ein europäischer Gedenkort, der an alle 15 Emslandlager und ihre Opfer erinnert – ein Zeichen gegen Diktatur, Gewaltpolitik und Terror, gegen Nationalismus und Rassismus. Das System der Emslandlager wurde bereits 1933 für politische Häftlinge eingerichtet, im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurde es zu einem Lager für verurteilte Soldaten, Widerstandskämpfer aus mehreren westeuropäischen Ländern, schließlich für Kriegsgefangene.

Zu den prominentesten Gefangenen zählen etwa: der Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky, die Reichstagsabgeordneten Julius Leber, Wilhelm Leuschner und Ernst Heilmann, der spätere Ministerpräsident von Niedersachsen Georg Diederichs, der Bauhaus-Künstler Hans Litten u.a. Zwischen 1933 und 1945 starben etwa 30.000 Menschen in den NS-Lagern des Emslands.

 

Der Besuch der Gedenkstätte umfasst: Fahrt mit Komfort-Reisebus, Begrüßung und Einführung in Geschichte und Aufbau des Lagers, geführter Gang über das Lagergelände, Rundgang durch die Ausstellung. - Außerdem ist nach dem Besuch der Gedenkstätte ein Treffen im Kloster Esterwegens vorgesehen – mit Austausch über das Erlebte untereinander und mit den das Kloster betreibenden Mitgliedern des Mauritzer Franziskanerinnen-Konvents.

Für eine Pause ist gesorgt, dazu steht eine kleine Cafeteria mit Automaten und Sitzgelegenheiten bereit. Die Gedenkstätte ist barrierefrei zugänglich; eine Behindertentoilette ist vorhanden.

 

Die Teilnahme an der Exkursion beträgt pro Person 20 €. Der Betrag wird während der Fahrt im Bus eingesammelt. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 30 beschränkt

 

Zusteigemöglichkeiten: 9.00 Uhr Betriebshof Firma Richters Reisen (Veldhauser Str. 269), dort auch Parkmöglichkeiten) – Bushaltebucht Denekamper Straße beim neuen Hotel Konnexx Inn (früher Post) Kreuzung Denekamper Straße/Stadtring).

 

Anmeldung möglichst umgehend – spätestens bis zum 16. Juni - bei:

Irmgard Kirsch-Kortmann, Postdamm 17, 48527 Nordhorn, Tel.: 05921-8509846, Mail: i.kirschkortmann@gmail.com



Synagoga und Ecclesia in unserer Zeit. Skulptur von Joshua Koffmann 2015/Saint Joseph’s University in Philadelphia (USA)

Das Forum Juden/Christen Nordhorn lädt ein

Die Situation in Israel, der Westbank, in Gaza und dem gesamten Nahen Osten beherrscht die Schlagzeilen der Medien und die öffentliche Diskussion. Das Forum Juden/Christen Nordhorn hat immer wieder seine Verbundenheit mit Israel und Jüdinnen und Juden  bekundet, auch wenn dort eine demokratisch gewählte Regierung eine Politik betreibt, die alles andere als friedensförderlich ist. Warum tun wir das? Weil wir überzeugt sind, dass die jahrtausendealte Verachtung, Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Menschen, die Christen und Kirchen verübt haben, tiefe Ursachen haben und ein völliges Umdenken erfordern. Diese Ursachen reichen bis in Grundentscheidungen des Glaubens hinein, denen wir nachgehen wollen. Eine solche Rechenschaft über den eigenen Glauben und seine Geschichte ist die Voraussetzung für ein neues Verhältnis von Juden und Christen, von Kirche und Synagoge. Daraus kann und soll eine neue Praxis im Dialog und in der Begegnung und in Solidarität mit Juden entstehen. Dafür ist kein Theologiestudium erforderlich. Alle, die daran interessiert sind, sich kritisch mit zentralen Fragen des christlichen Glaubens auseinander zu setzen, sind eingeladen zu einem Gesprächskreis.






Thema: „Ich glaube an den Gott Israels.

Wie Christen ihren Glauben in der Begegnung mit Juden neu bedenken können


Wir wollen uns gemeinsam austauschen über Fragen wie:

  • Glauben Christen und Juden an denselben Gott?
  • Warum ist das christliche Glaubensbekenntnis für Juden ein unüberwindbares Ärgernis?
  • Ist Jesus Gottes Sohn und der Messias?
  • Ist Jesus am Kreuz für uns gestorben?
  • Hat der neue Bund den alten Bund ersetzt?
  • Was geht uns als Christinnen und Christen das jüdische Gesetz – die Torah – an?
  • Was ist das Neue am Neuen Testament?
  • Lesen Juden und Christen die hebräische Bibel (das „Alte Testament“) unterschiedlich?



Ort: Kloster Frenswegen - Heuerhaus neben dem Kloster -Kaminraum

Zeit: Die Gesprächsreihe wird auf Wunsch der Teilnehmer/-innen im Jahr 2026 fortgesetzt. Der Termin steht noch nicht fest, wird aber bekannt gegeben.


Kontakt: Hartmut Lenhard,

Mail:  hartmut.lenhard@t-online.de

Tel. 01703243192


Aufwändige Präsentation der Stolpersteine Nordhorn online


Die App Stolpersteine-Guide bietet die Möglichkeit, in vielen Orten Stolpersteine auf Rundgängen aufzusuchen und sich über die Jüdinnen und Juden zu informieren, die in der Shoah verfolgt und ermordet wurden. Die App ist für Smartphones beider Betriebssysteme verfügbar; die Beschreibungen der Stolpersteine können aber auch über eine Webseite aufgesucht werden.

In Kürze werden zu den Stolpersteinen in Nordhorn noch jeweils kurze Videos mit Erläuterungen hinzugefügt.