Zurück im Kloster:

Dr. Gábor Lengyel, Rabbiner der Reformsynagoge in Hamburg

Reisebericht und Gespräch zum Thema:

Wohin führt der Weg Israels?


Zu diesem Thema lädt das Forum Juden/Christen am Mittwoch, den 25. Februar 2026, um 19.00 Uhr in die Kapelle des Klosters Frenswegen ein.


Die Lage in Israel ist nicht nur für uns in Deutschland unübersichtlich. Das mediale Interesse konzentriert sich nach wie vor weitgehend auf die katastrophalen Lebensverhältnisse im Gazastreifen und den Friedensplan Trumps. Dessen Umsetzung droht an der Weigerung der Hamas, die Waffen niederzulegen, zu scheitern. Auch der bedrohliche Konflikt mit dem Iran rückt wieder in den Mittelpunkt. Wenn uns Berichte aus Israel erreichen, sind es bedrückende Meldungen über Siedler-Attacken auf Palästinenser in der Westbank oder über verstörende Entscheidungen der Netanjahu-Regierung.



Demonstration in Tel Aviv für die Einberufung einer unabhängigen Untersuchungskommission zum 7. Oktober


Israel ist anders und vielfältiger als das mediale Bild hierzulande. Rabbiner Gábor Lengyel war im November/Dezember längere Zeit vor Ort. Er hat in Tel Aviv gewohnt und schreibt: „Das Straßenbild in Tel Aviv: voll! Lokale, Restaurants sind voll. Alle sagen: wir können wieder atmen!“ Von dort aus hat er die Gedenkstätten des 7.10.2023 nahe am Gazastreifen besucht: Sderot, Kibbuz Nir Oz und Kibbuz Saad. Aber auch in Haifa und Jerusalem hat er sich Einblick in das alltägliche Leben der jüdischen und arabischen Israelis verschafft. Und vor allem: Er ist unterschiedlichen Persönlichkeiten begegnet und hat mit ihnen hoffnungsvolle Gespräche geführt. Dazu gehörten auch Vertreter/-innen von Nichtregierungs-Organisationen (NGOs), die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen, auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen und sich dem Abbau demokratischer Strukturen widersetzen.

Über diese eindrückliche Reise wird Rabbiner Gábor Lengyel im Kloster Frenswegen berichten.

Die Veranstaltung des Forums Juden/Christen bietet die Chance, aus erster Hand Informationen und Einschätzungen zur aktuellen Lage in Israel zu erhalten. Fragen an den Referenten sind erwünscht.


Gottesdienst des Forums Juden/Christen zum

„Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 – 5786/5787“


„Schulter an Schulter miteinander“ – Unter diesem Motto stand der Gottesdienst, zu dem das Forum Juden/Christen für Sonntag, den 8. März 2026, um 18 Uhr in die Kapelle des Klosters Frenswegen  eingeladen hat.


2025 erschienen:


Benny Morris
Die Geburt des palästinensischen Flüchtlingsproblems

Eine Neubetrachtung

Übersetzung: Hartmut Lenhard

826 Seiten, Klappenbroschur
3 Abbildungen
ISBN: 978-3-95565-702-4
Erschienen: 2025

Verlag: Hentrich & Hentrich Leipzig

Preis: 39 €


Benny Morris‘ Buch „The Birth of the Palestinian Refugee Problem (1947–1949)“ ist ein Klassiker der Geschichtsschreibung des Nahen Ostens. Seine Enthüllungen darüber, wie und warum 700.000 Palästinenser während des arabisch-israelischen Krieges 1948 ihre Heimat verließen und zu Flüchtlingen wurden, stellten 1988 die widersprüchlichen zionistischen und arabischen Interpretationen in Frage. Während Erstere behaupteten, die Palästinenser seien freiwillig gegangen, unterstellten Letztere eine gezielte Vertreibung. Die überarbeitete Neuausgabe „The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited“, die hier in deutscher Erstübersetzung vorgelegt wird, berücksichtigt erstmals zugängliche israelische Militärarchivakten und nachrichtendienstliche Unterlagen.


Benny Morris

ist emeritierter Professor der Geschichte an der Ben-Gurion-Universität des Negev und ein renommierter Vertreter der „Neuen Historiker“. Er publizierte zahlreiche Beiträge zum arabisch-israelischen Konflikt